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Urologie

Hallo,JA: Bitte nennen Sie mir Ihr...

Gelöst • Antwort-/Wartezeit 47 Minuten

18. Sep 2020

Hallo,
JA: Bitte nennen Sie mir Ihr Alter, Geschlecht und Medikamente, die Sie einnehmen.
Customer: Ich heiße Iris und bin 53 Jahre alt. Ich hatte letzte Woche Samstag starke Beschwerden mit meiner Harnblase sowie starke Rückenschmerzen. Ich hatte Blut im Urin und der war auch ganz dunkel. Ich ging zum Bereitschaftdienst. Der Urin wurde untersucht und mir wurde Furadantin Retard 100mg Hartkapseln 1-0-1 verordnet. Vor ca. 3 Monaten hatte ich das gleiche Problem. Dort erhielt ich schon Antibiotika, die ich einmal über Nacht nehmen musste( Es war ein Granulat) Danach war auch alles wieder gut. Jetzt, nach den 5 Tagen Antibiotika ( letzter Tag der Einnahme am Mittwoch) war auch wieder alles gut. Nun geht es aber leider wieder los. Ich muss oft auf die Toilette aber es brennt nicht, ist aber irgendwie komisch. Der Urin sieht aber hell und klar aus. Aber ich habe wieder etwas Rückenschmerzen, weiß aber nicht, ob es vielleicht was anderes ist. Ich trinke ganz viel seit heute Nacht. Was kann ich machen?
JA: Vielen Dank. Gibt es noch etwas, dass der Urologe wissen sollte?
Customer: nein
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18. Sep 2020

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Urologe Antworten
18. Sep 2020
Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies
Facharzt für Urologie

Guten Tag! Wegen der Rückenschmerzen muss auch gelegentlich ein Ultraschall der Nieren erfolgen! Ansonsten kann ich Ihnen folgende Tipps geben:

Wenn Sie keine Herzerkrankung haben, trinken Sie mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit am Tag. Es sollten etwa 1,5 bis 2 Liter Harn pro Tag ausgeschieden werden.

Schützen Sie sich vor Unterkühlung und Nässe.

Bei Harndrang sollten Sie möglichst sofort zur Toilette gehen, Sie sollten nicht mit der Bauchmuskulatur pressen und nicht in angespannter Hockstellung Wasser lassen.

Vermeiden Sie Stuhlverstopfungen, am besten durch reichliches Essen von Obst und Gemüse.

Nach jedem Stuhlgang säubern Sie sich, indem Sie sich mit dem Toilettenpapier von vorne (Scheide) nach hinten (After) abwischen.

Verwenden Sie keine Intravaginalpessare zur Empfängnisverhütung. Gehen Sie nach jedem intimen Zusammensein innerhalb von 15 Minuten zum Wasserlassen und trinken Sie reichlich Flüssigkeit.

Waschen Sie Ihren Intimbereich nicht übertrieben häufig, insbesondere nicht mit Seife, Desinfektionsmitteln oder Intimsprays, Sie schaden so dem Säureschutzmantel der Haut.

Die beste Reinigung für den Intimbereich ist ein Sitz- oder Wannenbad im warmen Wasser.

Das tägliche Wechseln von Baumwollunterwäsche ist sinnvoll.

Unterwäsche aus Kunstfasern ist nicht emfehlenswert.

Eine wirksame Vorbeugemethode ist das regelmäßige Trinken von „Cranberry-Saft“ (Preiselbeere), ca. 1 Glas täglich, in Drogerien und Reformhäusern erhältlich. Es gibt auch andere Zubereitungsformen wie Granulat oder Kapseln

Andere unterstützende pflanzliche Mittel helfen bei der Durchspülung des Harntraktes.

D-Mannose 1 x 2 g in 200 ml Wasser täglich bindet die Bakterien und schwemmt sie so aus

Nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt kann eine niedrig-dosierte Langzeit-Antibiose über circa 50 Tage sinnvoll sein. Dies kann jedoch die Wirksamkeit der Empfängnisverhütung durch die Pille beeinflussen.

Bei Patientinnen nach den Wechseljahren kann eine vaginale Gabe von östrogenhaltigen Zäpfchen vorbeugend wirken. Auch dies muß aber von einem behandelnden Arzt rezeptiert und überprüft werden.

Impfverfahren bieten die Möglichkeit, das Immunsystem gegen die häufigsten Harnwegsbakterien zu stärken. Es gibt eine „Schluckimpfung“ über 90 Tage oder eine Schutzimpfung durch drei Injektionen im Wochenabstand. Die entstehenden Kosten werden allerdings nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen.

Ihnen alles Gute, bei Rückfragen gerne melden, ansonsten herzlichen Dank für eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen, Dr. Christoph Pies

18. Sep 2020
Kundenantwort
18. Sep 2020
Vielen Dank für ihre schnelle Rückmeldung. Ich hoffe, dass es nicht schlimmer wird und ich alles in den Griff bekommen. Da wir in unserer Nähe keinen guten Urologen haben, würde ich gerne zu meinem Frauenarzt gehen. Kann er mich in dieser Sache auch behandeln oder sollte ich doch einen Urologen aufsuchen?
18. Sep 2020
Urologe Antworten
18. Sep 2020
Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies
Facharzt für Urologie

Den Ultraschall der Nieren sollte ein Urologe machen. Der harnwegsinfekt kann auch vom Hausarzt oder Gynäkologen behandelt werden...

18. Sep 2020
Kundenantwort
18. Sep 2020
Vielen Dank für Ihre Rückmeldung!
18. Sep 2020
Urologe Antworten
18. Sep 2020
Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies

Sehr gerne! Darf ich Sie noch um eine Bewertung durch Anklicken von 3-5 Sternen bitten, da sonst keine Honorierung erfolgen kann? Danke. Sie können auch danach noch weitere Rückfragen stellen...

Kunden Bewertung:
Dr. Christoph Pies
Dr. Christoph Pies
Facharzt für Urologie
Nur durchschnittliche Fragen €35
Niedergelassener Arzt at Urologische Gemeinschaftspraxis
18. Sep 2020
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